Über mich

Hi, ich bin Mel.

Ich schreibe Bücher und veröffentliche diese seit Oktober 2024,

Angefangen habe ich, weil unsere Wochenenden plötzlich leer waren.

Mein jüngster Sohn war damals ein begeisterter und talentierter Mountainbike-Fahrer. Er war so gut, dass er sich an Wettkämpfen messen wollte. Für diesen Sport, den wir ihm so gern ermöglichen wollten, kauften wir einen kleinen Campervan, um an den Wochenenden europaweit direkt im Fahrerlager übernachten zu können. Wir waren kaum noch daheim. Für mich als reisefreudiger Mensch war das, trotz des ganzen Stresses, eine unfassbar schöne und intensive Zeit.

Doch dann kamen immer mehr heftige Verletzungen dazu. Mein Sohn verlor die Freude am Sport und traf nach drei Jahren die Entscheidung, komplett aufzuhören.

Dass wir als Eltern zu 100 Prozent hinter ihm standen und seine Gesundheit absolut vorging, stand völlig außer Frage. Da gab es nicht den Hauch eines Zweifels.

Aber diese vollkommen richtige, vernünftige Entscheidung änderte nichts an der plötzlichen Leere, die dieser harte Cut in mir auslöste.

Von heute auf morgen standen unsere Wochenenden still. Der Camper blieb geparkt. Für mich fühlte es sich an, als hätte man mir eiskalt den Teppich unter den Füßen weggezogen. Obwohl das ständige Reisen extrem anstrengend gewesen war und ich mich eigentlich auf die Ruhe zu Hause gefreut hatte, fiel ich in ein tiefes Loch. Es fehlte plötzlich ein riesiger Teil meines Lebens. Ich war ein paar Wochen lang wirklich down und verstand überhaupt nichts mehr. Warum war dieses großartige Kapitel so abrupt vorbei?

Wenig später saß ich zu Hause und scrollte aus purer Langeweile durch Facebook. Da fiel mir plötzlich ein Artikel auf, der mich nicht mehr losließ. In dem Artikel ging es um das Schreiben und Selbstveröffentlichen von Büchern.

Was zur Hölle?!

In diesem Moment gab es in mir keine einzige logische Überlegung. Keine vernünftige Pro-und-Contra-Liste. Da war auf einmal ein physisches Kribbeln, Herzrasen und ein Tunnelblick. Es war ein magnetischer Sog, der mich von null auf hundert hellwach machte und einfach nicht mehr losließ. In meinem Kopf fing es sofort an zu rattern: Wie könnte so ein Buch aussehen? Wie setze ich das jetzt sofort um? Was ist der erste Schritt?

Und ich wusste instinktiv: Dafür gibt es jetzt nur ein winziges Zeitfenster. Wenn ich in genau diesem Moment anfange, sachlich darüber nachzudenken und Garantien einzufordern, redet mein Verstand die Idee in fünf Minuten wieder komplett kaputt.

Also gab ich dem Zweifeln gar nicht erst die Chance, mich auf der Couch festzunageln. Ich folgte diesem Sog einfach blind. Ich klappte den Laptop auf, fing an, wie eine Irre im Internet zu recherchieren und schrieb mein erstes Buch.

Danach wollte ich es richtig lernen. Ich habe mir eine Menge Kursanbieter angeschaut, bis ich einen gefunden habe, der etwas beibringt, statt großes Geld zu versprechen. Kurz darauf folgten die nächsten Bücher. Ein Jahr später waren ein paar davon Bestseller auf Amazon.

Heute schreibe ich in ganz verschiedenen Ecken. Low Content und High Content, Ratgeber, Reiseführer, eine Kinderbuchreihe. Und im Betrieb meines Mannes mache ich das Marketing und die Buchhaltung. Ich mag Zahlen. Sie sagen mir, was wirklich passiert, und nicht, was ich gerne hätte.

Und das Geniale an der Sache? Das Camper-Leben ist mir am Ende gar nicht weggenommen worden. Es hat nur ein Upgrade bekommen. Durch das Schreiben, das ja genau aus dieser scheinbaren Sackgasse entstanden ist, kann ich heute von überall auf der Welt arbeiten. Ich brauche dafür nur meinen Laptop und Internet. Die Freiheit zu reisen und im Camper zu sitzen habe ich mir einfach zurückgeholt, nur auf einem völlig neuen, stressfreien und selbstbestimmten Level.

Die Tür am staubigen Fahrerlager ist zugegangen, und dafür hat sich eine andere geöffnet.